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Krishnamurti |
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| 1895 | am 12. Mai (11. Mai nach indischem Kalender) um 00.30 Uhr kam Krishnamurti in Indien als achtes Kind einer orthodoxen Brahmanen-Familie im Puja-Raum zur Welt. Nach hinduistischem Glauben ist dieser Raum heilig und dürfte nicht durch eine Geburt "verunreinigt" werden. Seine Mutter, der man übersinnliche Fähigkeiten nachsagte, setzte dies so durch, weil sie an die Heiligkeit dieses Kindes glaubte. Am nächsten Tag sagte Kumara Shrowthulu, ein angesehener Astrologe, voraus, dass Krishnamurti ein grosser Lehrer werde, aber auch schwere Hürden zu nehmen habe. |
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| 1897 - 1905 | Krishnamurti hatte früh schwere gesundheitliche Probleme, angefangen mit einem Malariaanfall. 1905 verlor der nun 10-Jährige seine Mutter und wichtigste Bezugsperson. Fortan war sein jüngerer Bruder Nityananda der wichtigste Mensch in seinem Leben. |
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| 1909 | Charles W. Leadbeater, van Manen und Ernest Wood, drei Vertreter der Theosophischen Gesellschaft, sahen am Strand zwei Knaben spielen - Krishnamurti und Nityananda. "Das Ausmass und die "Aura" des älteren Jungen beeindruckten Leadbeater und später auch Annie Besant zutiefst. Der Kontakt wurde aufgenommen und schon bald lebten Krishnamurti und Nityananda bei den Theosophen und wurden dort unterrichtet. Auch innerhalb der Theosophen sahen immer mehr Menschen den "Weltlehrer" in Krishnamurti. Die Theosophen umfingen damals etwa 50'000 Mitglieder. |
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| 1911 - 1912 |
Ein Ereignis ungehanten Ausmasses ergab sich. Krishnamurti sollte Urkunden verteilen und
plötzlich war die ganze Halle mit etwa 400 Anwesenden "durch einen ungeheuren Kraftstrom
erfüllt. Menschen fielen vor ihm auf die Knie, waren gerührt oder berührt. Natürlich gab es auch Widerspruch. So protestierte Rudolf Steiner, dass mit dem Einfluss eines indischen Jungen die Theosophische Gesellschaft viel zu sehr "orientalisiert" werde. Er löste sich von der Verbindung, kehrte zurück nach Europa und gründete die Antroposophische Bewegung. |
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| 1916 | Krishnamurti wird mit Nityananda nach England an die Universität geschickt. Während Nityananda alle Prüfungen erfolgreich abschloss, fiel Krishnamurti das Lernen unsagbar schwer. An Prüfungen brachte er nichts auf's Papier. |
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| 1921 |
Rückkehr nach Bombay. Nityananda erkrankt an Tuberkulose und ist durch das viele Reisen
oft sehr geschwächt. Am 13. November 1925 starb Nityananda worauf Krishanmurti in eine
lange Phase der Einkehr versank. Krishnamurti wurde zum Wanderer. Sein Weg führte ihn an vielen Menschen vorbei. Er berührte viele Menschen und löste Misstrauen auf. Skeptiker, die ihn aufsuchten, berichteten, sie hätten seine Kraft schon einige Kilometer vor Eintreffen gefühlt. Krishnamurti schrieb viele Bücher und hielt Vorträge, die wiederum zu Büchern wurden. Er sprach frei, sprach aus dem Herzen. In einfachen und in akademischen Kreisen verstand er es, sich in einfachen Gleichnissen auszudrücken. Krishnamurti sprach sich oft gegen Gruppierungen und Zugehörigkeiten aus, da alles, was aufnimmt, auch ausschliesst. Am liebsten war es ihm, wenn er weder als Weltlehrer, noch als Inder - noch nicht mal als Mann - sondern als Mensch betrachtet wurde, weil nur dies das allumfassende Element sein kann. |
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| 1986 |
"In einer anscheinend irrationalen Welt, die einem oft zufällig und bedeutungslos vorkommt,
mögen wir uns fragen, ob es irgendeine Bedeutung für ein einsames Leben gibt. Inmitten
der Umbrüche der vergangenen Jahrzehnte, die ohne Beispiel in der Geschichte der Menschheit
sind, zeigt uns das Leben Krishnamurtis, dass Intelligenz, Mitgefühl, Liebe und Heilsein in
einer scheinbar heillosen Welt möglich sind." Krishnamurti stirbt in diesem Jahr. |
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| Textausschnitte |