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Seti@home

von ArkturAlien

Das SETI@home Programm ist eine besondere Art Bildschirmschoner. Wie andere Bildschirmschoner startet es, wenn Sie Ihren Computer nicht benutzen, und beendet seine Tätigkeit, sobald Sie an Ihre Arbeit zurückkehren. Was es in der Zwischenzeit tut, ist einzigartig. Während Sie Kaffee trinken, zu Mittag essen oder schlafen, hilft Ihr Computer dabei, nach Außerirdischer Intelligenz zu suchen, indem er Daten analysiert, die von dem grössten Radioteleskop der Erde aufgefangen wurden.


Arecibo-Teleskop in Puerto-Rico

Prof. Frank Drake

Begründer des Seti-Projektes

Green Bank - oder Drakesche Gleichung

N = R fp ne fl fi fc L

N = Anzahl der entdeckbaren Zivilisationen
R = Mittlere Sternentstehungsrate
fp = Sterne die Planeten bilden
ne = Bewohnbare Planeten
fl = Tatsächliche Entstehung von Leben
fi = Entwicklung zu intelligentem Leben
fc = Fähigkeit zur interstellaren Kommunikation
L = Lebensdauer einer entdeckbaren Zivilisation


Gedanken zu Seti

Seit Anfang 1999 bin ich Mitglied von Seti-Switzerland und rechne auf meinem Computer "WU's"... work units, die ich vom Space Sciences Laboratory of the University of Berkeley California erhalte und nach getaner Arbeit wieder dahin zurückschicke.

Das Seti-Projekt war von Anfang an zu einem Schattendasein in der wissenschaftlichen Welt verurteilt. Es war sehr schwer Geld für ein Projekt dieser Art zu bekommen. Dem Enthusiasmus von Frank Drake ist es zu verdanken, dass dieses Projekt trotzdem am Rande anderer Projekte weiterlaufen konnte. Es geht um eine Durchmusterung unserer näheren interstellaren Umgebung. Dabei werden die Frequenzen der elektromagnetischen Strahlung, die für eine Kommunikation in Frage kommen, oder von uns verwendet werden, von einem Spektrographen ausgefiltert. Diese Datenpakete (WU) gehen auf private Rechner in der ganzen Welt. Mehr als 2.5 Millionen private Computer sind daran beteiligt. Das weltweit grösste Outsourcingprojekt auf unentgeldlicher, privater Basis.


Bildschirmschoner

Bereits hier kommt die berechtigte Frage, suchen wir im richtigen Bereich des Spektrums? Was für eine andere Form von Kommunikation kann es geben? Sind Radiowellen wirklich das Medium von möglichen Ausserirdischen? Sicher ist, dass die Bewohner eines Planeten von Arktur die Beatles kennen würden, würden sie unsere Himmelsregion auf diese Weise durchmustern und über das nötige Know-how verfügen, Vielleicht würde es "help" auch dort in die Hitparade schaffen. Etwas weiter entfernte Beobachter müssten sich mit Doris Day in schwarzweiss zufrieden geben. Alles in allem wären wir ein sehr lauter Planet. Je weiter ein Horcher entfernt wäre, um so leiser wäre das Signal, das er empfangen könnte. Entsprechend älter wäre das Signal bis es dort ist. Wäre er mehr als 100 Lichtjahre entfernt, so wäre die Erde eine schlechte Wahl, da unsere Kommunikationstechnik damals nicht entwickelt war.

Nun wie steht es mit der Wahrscheinlichkeit jemanden auf diese Weise zu belauschen? An der Green Bank Konferenz hat Frank Drake seine berühmte Formel zur Berechnung eben dieser Wahrscheinlichkeit auf die Tagesordnung gesetzt.

N = R fp ne fl fi fc L

Wissenschaftler verschiedenster Richtungen waren eingeladen Werte für die Faktoren auf der rechten Seite der Formel vorzuschlagen.

Astrophysiker waren zuständig für R die Sternenstehungsrate, die erste Grundlage für Leben.
Ihnen blieb auch vorbehalten, über fp die Möglichkeit der Planetenentstehung zu urteilen.
Und zusammen mit Biologen die Anzahl der Planeten zu bestimmen ne die in einer bestimmten Entfernung zu ihrer Sonne stehen, im Bandbereich des Lebens mit moderaten Temperaturen.
Biologen und Zoologen, Chemiker und Darwinisten konnten sich um fl kümmern, der Wahrscheinlichkeit, dass Leben auch wirklich entsteht.
Des weiteren musste geklärt werden, wie häufig Leben das entwickelt, was wir Intelligenz nennen fi
Werden sie Lust bekommen zu kommunizieren? fc
Man war sich im klaren, dass man keine wirklichen Werte kannte. Es gab Meinungen, man hat sich geeinigt und hat festgestellt, dass der letzte Faktor der entscheidende war L die Lebensdauer.

Alle anderen Faktoren hatten in etwa 1 ergeben. Wie lange kann eine Zivilisation bestehen? Vielleicht nicht lange genug, um mit uns in Verbindung zu treten.

Ein wichtiger Punkt auf der Suche nach einem Signal war von Anfang an, das eliminieren von selbst gemachten Funksignalen von Flugzeugen, Kommunikationssatelliten usw. Auch musste ein Signal verifizierbar bleiben. Ein einmaliges Vorkommen ohne messbare Wiederholung hätte keine Beweiskraft.

Es gibt Kandidaten ohne Wiederholungen....man hat nichts gefunden.....

Würde es mitgeteilt werden, wenn man etwas findet?
Oder würde man sagen: Wir haben nichts gefunden!

Die Faszination des Unbekannten, die Erkundung des Universums, ist das Bedürfnis das mich weiter suchen lässt. Das Projekt ist verrückt genug um mir zu gefallen.


Weitere Infos:

www.alien.de/seti Die offizielle Seite von Seti


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